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2008/2009
 


Dienstag, 5.Februar 2008
Artikel in der Frankfurter Neuen Presse     

 
 

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Interview 
Frankfurter Neue Presse
 
 
msc Monika Schwarz-Cromm

Der in Todesahnung vom weltberühmten Kirchenmusiker Anton Bruckner vor neoinquisitorischen Klerikern verborgen geschriebene und bis heute unveröffentlichte Stoff seiner audiovisuell kontrafakturierten Genesis birgt mit der von putstone (Walter-W. Legenstein) entwickelten sinfonìa visìbile auf geradezu mystische Weise eine vollkommen neue und publikumswirksame Form der Darbietung klassischer Musik.

Eine innovative, dreidimensionale Bühnenumsetzung mit aktueller TheaterVision­Technik (DCI 4D) und dem Surround-Sound (5.1) macht dieses, vor genau 111 Jahren vom visionären Komponisten angedachte Szenario, heute erst möglich. 

In vier Projektionsebenen, anschaulicher als in der Wirklichkeit und für jeden einzelnen Sitzplatz in gleich brillanter Ton- und Bildqualität miterlebbar, bietet sich uns ein Schauspiel der besonderen Art. Mit bisher so noch nie gesehenen Klangbildern und magischen Szenerien aus der ereignisreichen Geschichte unseres Abendlandes wölbt sich über den Zuschauerraum ein mächtiger multimedialer Erlebnisdom. 

So entsteht eine perfekte mehrdimensionale Illusion in bisher nicht gekannter Verschmelzung von Orchester, Schauspiel und Film.

   

Interview Ausriss 2009

Herr Legenstein, Sie behaupten allen Ernstes, Bruckners bekannte Neunte Symphonie in D-moll wird bis heute vollkommen falsch interpretiert? Bei allem Respekt, aber das müssen Sie uns bitte genauer erklären!
 
Gerne. Zunächst ist Bruckners Neunte wohl keine Symphonie im herkömmlichen Sinne, sondern ein audiovisuelles Musikwerk. Zudem wird diese bis heute verkannte Schöpfungs-Symphonie in der Regel auch noch viel zu schnell gespielt, sodass unter anderem die von Bruckner in brillanten Obertönen darin verwobene Botschaft gar nicht hörbar ist. In diesem Zusammenhang findet die ganze bisherige symphonische Ver­fahrensart dieses Gesamtkunstwerkes als bloßes Orchesterkonzert geradezu etwas Widerstrebendes. Ist es doch von seiner ganzen Anlage her wie gesagt keine konventionelle Symphonie, sondern eine geniale Verschmelzung der klassischen Darstellungsformen Konzert, Theater und Kino. Kurz gesagt: eine „Sinfonìa visìbile“.  
 
Woraus schließen Sie konkret, dass diese Neunte Symphonie Bruckners nicht für ein konventionelles Orchester-Konzert geschrieben wurde? 
 
Begnügen wir uns einmal nicht mit dem üblicherweise passiven Zuhören dieses Musikwerkes, sondern hören wir einfach mal aufmerksam auf immanente tonale Metaphern der von ihm musikalisch aufbereiteten biblischen Schöpfungsgeschichte darin, dann halten wir, vorausgesetzt sie wird zumindest im richtigen, viel langsameren Tempo gespielt, plötzlich jene audiovisuellen Bausteine der Neunten Symphonie Bruckners in der Hand, aus denen sich diese vollkommen neuartige Sinfonìa visìbile kontrafakturieren läßt!

 

[ > Gesamtes Interview auf Anfrage]    

  

H O M E

U P

© PUTSTONE PICTURES