|
Der in Todesahnung vom weltberühmten Kirchenmusiker Anton Bruckner vor neoinquisitorischen Klerikern verborgen geschriebene
und bis heute unveröffentlichte Stoff seiner audiovisuell kontrafakturierten Genesis birgt mit der von putstone (Walter-W. Legenstein) entwickelten sinfonìa visìbile auf geradezu mystische Weise eine vollkommen neue und publikumswirksame Form der Darbietung klassischer Musik.
Eine innovative, dreidimensionale Bühnenumsetzung mit aktueller TheaterVisionTechnik (DCI 4D) und dem Surround-Sound (5.1) macht
dieses, vor genau 111 Jahren vom visionären Komponisten angedachte Szenario, heute erst möglich.
In vier Projektionsebenen, anschaulicher als in der Wirklichkeit und für jeden einzelnen Sitzplatz in gleich brillanter Ton- und Bildqualität
miterlebbar, bietet sich uns ein Schauspiel der besonderen Art. Mit bisher so noch nie gesehenen Klangbildern und magischen Szenerien
aus der ereignisreichen Geschichte unseres Abendlandes wölbt sich über den Zuschauerraum ein mächtiger
multimedialer
Erlebnisdom.
So entsteht eine perfekte
mehrdimensionale Illusion in bisher nicht gekannter
Verschmelzung von Orchester, Schauspiel und Film.
Herr
Legenstein, Sie behaupten allen Ernstes,
Bruckners bekannte Neunte Symphonie in D-moll
wird bis heute vollkommen falsch interpretiert?
Bei allem Respekt, aber das müssen Sie uns
bitte genauer erklären!
|
|
Gerne. Zunächst
ist Bruckners Neunte wohl keine Symphonie im
herkömmlichen Sinne, sondern ein audiovisuelles
Musikwerk. Zudem wird diese bis heute verkannte
Schöpfungs-Symphonie in der Regel auch noch
viel zu schnell gespielt, sodass unter anderem
die von Bruckner in brillanten Obertönen darin
verwobene Botschaft gar nicht hörbar ist. In
diesem Zusammenhang findet die ganze bisherige
symphonische Verfahrensart dieses
Gesamtkunstwerkes als bloßes Orchesterkonzert
geradezu etwas Widerstrebendes. Ist es doch von
seiner ganzen Anlage her wie gesagt keine
konventionelle Symphonie, sondern eine geniale
Verschmelzung der klassischen Darstellungsformen
Konzert, Theater und Kino. Kurz gesagt: eine „Sinfonìa
visìbile“.
|
Woraus schließen
Sie konkret, dass diese Neunte Symphonie
Bruckners nicht für ein konventionelles
Orchester-Konzert geschrieben wurde?
|
|
| Begnügen wir
uns einmal nicht mit dem üblicherweise passiven
Zuhören dieses Musikwerkes, sondern hören wir
einfach mal aufmerksam auf immanente tonale
Metaphern der von ihm musikalisch aufbereiteten
biblischen Schöpfungsgeschichte darin, dann
halten wir, vorausgesetzt sie wird zumindest im
richtigen, viel langsameren Tempo gespielt, plötzlich
jene audiovisuellen Bausteine der Neunten
Symphonie Bruckners in der Hand, aus denen sich
diese vollkommen neuartige Sinfonìa visìbile
kontrafakturieren läßt! |
|
|